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3. Realisierung & Projekttypen

Lernziele

Nach diesem Kapitel können Sie: - Die wesentlichen Aktivitäten der Umsetzungsphase beschreiben - Unterschiedliche IT-Projekttypen charakterisieren und voneinander abgrenzen - Für jeden Projekttyp spezifische Herausforderungen identifizieren - Qualitätsmanagement und Testmanagement in der Realisierung anwenden - Rollout-Strategien auswählen und begründen - Die Phase "Leistungserbringung" erfolgreich steuern

Modul Übersicht

Modul 11 - Kapitel 3 Lesezeit: ~15-20 Min Quelle: 11 - Projektsteuerung in IT-Projekten.pdf, FS-ITB-11_Steuerung-01_v0c.pdf

1. Einführung in die Umsetzungsphase

1.1 Kontext im Projektzyklus

Die Umsetzungsphase (auch Realisierungsphase oder Durchführungsphase genannt) ist die operative Phase, in der die eigentlichen Projektarbeiten durchgeführt und die Lieferobjekte erstellt werden.

timeline
    title Projektphasen - Fokus auf Umsetzung
    section Vorbereitung
        Projektinitialisierung : Idee & Machbarkeit
        Projektdefinition : Konkrete Ziele
        Projektplanung : Detailpläne
    section Übergang
        Kick-off : Offizieller Start
    section Durchführung (FOKUS)
        Umsetzung & Realisierung : Erstellung der Lieferobjekte
        Koordinierung & Steuerung : Projektmanagement
        Qualitätssicherung : Testen & Abnahme
    section Abschluss
        Rollout & Go-Live : Produktivstart
        Hypercare & Nachbetreuung : Stabilisierung
        Projektabschluss : Dokumentation & Übergabe

1.2 Die Phase "Umsetzung & Leistungserbringung"

Die Umsetzungsprozesse dienen zur Durchführung der Projektmanagementvorgänge und zur Unterstützung bei der Erstellung der Lieferobjekte gemäß den Projektplänen.

Definition

Nach Durchführung der vorbereitenden Phasen der Initialisierung, Definition und Planung und der Erstellung des Projektplans beginnt mit der Abarbeitung der einzelnen Vorgänge die eigentliche Durchführung, um die Projektziele zu erreichen.

Die Verantwortlichen für jeden Vorgang sind benannt und eingewiesen worden. Des Weiteren sind Inhalt, Qualitätsvorgaben und zeitliche Dauer zu jedem Vorgang definiert. Anschließend sind die einzelnen Vorgänge nach Projektplan auszulösen und die Arbeit an diesen Vorgängen damit zu autorisieren.

1.3 Kernaufgaben der Realisierung

Die wesentlichen Aktivitäten der Umsetzungsphase umfassen:

Aktivität Beschreibung Ziel
Koordinieren der Projektarbeiten Verschiedene Arbeitspakete, Personen, Teams und Prozesse aufeinander abstimmen Effizientes und harmonisches Ablaufen des Projekts
Änderungen steuern Systematische Bewertung und Umsetzung von Änderungsanforderungen Vermeidung von Scope Creep
Stakeholdermanagement Kontinuierliche Kommunikation und Einbindung aller Projektbeteiligten Akzeptanz und Unterstützung sichern
Risikobehandlung Proaktive Identifikation und Steuerung von Projektrisiken Minimierung von Projektrisiken
Qualitätssicherung Sicherstellung der vereinbarten Qualitätsstandards Erfüllung der Qualitätsziele
Auswählen von Lieferanten Auswahl und Management externer Dienstleister Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern
Bereitstellen von Informationen Sammeln, Aufbereitung und Verteilung von Projektinformationen Transparente Kommunikation
Weiterentwickeln des Projektteams Förderung der Leistungsfähigkeit und Zusammenarbeit im Team Hohe Team-Performance

2. Koordinieren der Projektarbeiten

2.1 Bedeutung der Koordination

Das Koordinieren der Projektarbeiten ist eine der wichtigsten Aufgaben des Projektleiters in der Realisierungsphase. Es bedeutet, die verschiedenen Arbeitspakete, Personen, Teams und Prozesse so aufeinander abzustimmen, dass das Projekt effizient und harmonisch abläuft.

Kernfrage der Koordination

Wie können wir sicherstellen, dass alle Beteiligten zur richtigen Zeit am richtigen Thema arbeiten?

2.2 Ziele der Koordination

Ziel Erklärung Maßnahmen
Sicherstellen, dass alle Beteiligten zur richtigen Zeit am richtigen Thema arbeiten Keine Leerläufe, keine Überlastung, klare Prioritäten Detaillierter Terminplan, regelmäßige Team-Meetings, Clearing von Abhängigkeiten
Überschneidungen, Doppelarbeit und Leerlauf vermeiden Effiziente Ressourcennutzung Projektmanagement-Tool, regelmäßige Abstimmung, Rollen-Klarheit
Auftretende Abweichungen oder Konflikte frühzeitig erkennen und beheben Reaktion auf Probleme, bevor sie eskalieren Regelmäßige Statusberichte, offene Kommunikationskultur, Risikobewusstsein

2.3 Praktische Koordinations-Instrumente

Instrument Nutzung Beispiel
Projektmanagement-Tool (Jira, Asana, MS Project) Aufgaben, Zuständigkeiten, Fristen visualisieren Aufgaben-Board mit To-Do, In Progress, Done
Regelmäßige Team-Meetings (Daily Stand-up, Weekly Review) Abstimmung, Identifikation von Blockern 15-Minuten Daily: Was wurde gestern gemacht? Was heute? Was blockiert?
Task-Boards (Kanban, Scrum-Board) Visuelle Darstellung des Fortschritts Kategorien: Backlog, To Do, In Progress, Review, Done
Gantt-Diagramm Zeitlicher Ablauf und Abhängigkeiten Projektstart, Meilensteine, Critical Path
RACI-Matrix Rollen, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten Responsible, Accountable, Consulted, Informed
Dependency Tracking Identifikation und Management von Abhängigkeiten Task A muss vor Task B abgeschlossen sein

2.4 Beispiel: Koordination eines Entwicklungsprojekts

gantt
    title Koordination Entwicklung CRM-Modul
    dateFormat  YYYY-MM-DD
    section Analyse
    Anforderungsanalyse       :a1, 2026-01-01, 10d
    Use Cases erstellen       :a2, after a1, 5d
    section Design
    Systemarchitektur         :d1, after a2, 7d
    UI/UX Design             :d2, after a2, 7d
    section Entwicklung
    Backend Entwicklung       :dev1, after d1, 14d
    Frontend Entwicklung     :dev2, after d2, 14d
    API Integration          :dev3, after dev1, 7d
    section Test
    Einheitentests           :test1, after dev3, 5d
    Integrationstests        :test2, after test1, 5d
    User Acceptance Tests    :test3, after dev2, 7d
    section Deployment
    Deployment                :deploy, after test2, 2d

3. IT-Projekttypen und ihre Besonderheiten

3.1 Überblick: Die wichtigsten Projekttypen

Je nach Aufgabenstellung, Zieldefinitionen, Anforderungen und insbesondere den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Kunden beinhaltet die Umsetzung unterschiedliche Schwerpunkte.

mindmap
  root((IT-Projekttypen))
    Entwicklungsprojekte
      Neue Software
      IT-Infrastruktur
    Einführungsprojekte
      ERP-Systeme
      CRM-Anwendungen
    Migrationsprojekte
      Datenmigration
      Plattformwechsel
    Optimierungsprojekte
      Performance-Steigerung
      Prozessoptimierung
    Sicherheitsprojekte
      IT-Security
      Datenschutz
    Digitalisierungsprojekte
      Automatisierung
      Cloud-Transformation
    Innovationsprojekte
      Neue Technologien
      Forschung & Entwicklung

3.2 Entwicklungsprojekte

Definition und Charakteristika

Entwicklungsprojekte zielen auf den Aufbau neuer Systeme, Software oder IT-Infrastrukturen ab.

Merkmal Beschreibung
Neuartigkeit Etwas Neues wird geschaffen
Komplexität Oft hohe technische Komplexität
Unsicherheit Hohe Unsicherheit in Aufwand und Risiko
Innovationsgrad Kann von inkrementell bis disruptiv reichen

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Entwicklung einer neuen Web-Applikation Customer Portal für E-Commerce
Aufbau einer Cloud-Infrastruktur Migration von On-Premise zu AWS/Azure
Entwicklung einer mobilen App iOS/Android App für Kunden
Erstellung eines kundenspezifischen ERP-Moduls Customizing bestehender ERP-Lösung
Entwicklung einer Datenbank-Anwendung Big Data Warehouse für Analytics

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Anforderungsmanagement Anforderungen können sich im Projektverlauf ändern Agiles Requirements Engineering, Change-Management
Technische Risiken Unerwartete technische Probleme Prototyping, Proof of Concept, Architektur-Reviews
Komplexitätsmanagement Hohe technische und organisatorische Komplexität Modularisierung, iteratives Vorgehen
Zeitplanung Schwierige Aufwandsschätzung Buffer, iterative Planung, regelmäßige Reviews
Qualitätssicherung Hoher Qualitätserwartungen Testautomatisierung, Code Reviews, CI/CD

3.3 Einführungsprojekte

Definition und Charakteristika

Einführungsprojekte beinhalten die Einführung vorhandener Lösungen oder Technologien, oft als Standardsoftware.

Merkmal Beschreibung
Standardsoftware Einsatz von ERP-, CRM- oder anderen Standardlösungen
Konfiguration statt Entwicklung Anpassung durch Konfiguration, nicht Code-Entwicklung
Organisatorische Komponente Stark von Prozessänderungen und Organisationsentwicklung geprägt
Akzeptanz kritisch Erfolg hängt stark von der Akzeptanz der Anwender ab

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Einführung eines ERP-Systems (z.B. SAP, Microsoft Dynamics) Enterprise Resource Planning, Integration aller Geschäftsprozesse
Einführung einer CRM-Anwendung (z.B. Salesforce, HubSpot) Customer Relationship Management, Vertriebsprozesse
Aufbau von Datenbanken (Big-Data, Data Warehouses) Business Intelligence, Analytics-Plattform
Einführung eines Kollaborationstools (z.B. MS Teams, Slack) Teamkommunikation und -zusammenarbeit
Implementierung eines Ticket-Systems (z.B. ServiceNow, Jira Service Desk) IT Service Management (ITSM)

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Anpassung an Unternehmensprozesse Standardsoftware muss an Prozesse angepasst werden oder umgekehrt Business Process Reengineering, Customizing-Balance
Datenmigration Übertragung historischer Daten in neues System Datenbereinigung, Testmigration, Validierung
Akzeptanz der Anwender Widerstand gegen neue Systeme Change-Management, Training, Key User
Integration mit bestehenden Systemen Schnittstellen zu anderen IT-Systemen erforderlich API-Integration, Middleware, Datenexport/-import
Skalierung System muss für alle Benutzer funktionsfähig sein Lasttests, Performance-Optimierung, Skalierungsstrategie

Praxisbeispiel: ERP-Einführung

Ein mittelständisches Unternehmen führt SAP S/4HANA ein.

Phasen: 1. Blueprint: Ist-Analyse, Soll-Konzept, Prozessharmonisierung 2. Realisierung: Konfiguration, Customizing, Entwicklung von Add-ons 3. Final Preparation: Tests, Trainings, Datenmigration 4. Go-Live: Produktivstart 5. Hypercare: Intensive Nachbetreuung

Erfolgsfaktoren: - Aktive Einbeziehung der Fachbereiche - Frühzeitige Schulung der Key User - Klare Prozessdefinition vor Start der Konfiguration - Staged Rollout (Pilotphase vor Rollout aller Bereiche) - Gutes Change-Management und Kommunikation

3.4 Migrationsprojekte

Definition und Charakteristika

Migrationsprojekte umfassen die Überführung von Daten oder Systemen auf neue Plattformen.

Merkmal Beschreibung
Datenübertragung Massive Mengen an Daten müssen migriert werden
Technologiewechsel Wechsel von einer Technologie/Plattform zu einer anderen
Parallelbetrieb Oft Parallelbetrieb von alter und neuer Lösung
Geschäftskritisch Fehler können schwere Auswirkungen haben

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Umstellung von On-Premise-Servern auf Cloud-Infrastruktur Migration von lokalen Servern zu AWS/Azure
Datenbank-Migration Wechsel von Oracle zu PostgreSQL
Anwendungsmigration Legacy-Applikation zu moderner Plattform
Server-Migration Physical-to-Virtual (P2V) oder Virtual-to-Virtual (V2V)
Storage-Migration Wechsel des Storage-Systems

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Datenintegrität Daten müssen ohne Fehler übertragen werden Datenvalidierung, Hash-Verfahren, Testmigrationen
Ausfallzeit minimieren Systemdowntime sollte so kurz wie möglich sein Rollback-Plan, Staged Migration, Cut-over in Schritten
Performance Neue Systeme müssen performant sein Lasttests, Performance-Optimierung vor Go-Live
Kompatibilität Neue Plattform muss mit bestehenden Systemen kompatibel sein Schnittstellen-Tests, Integrationstests
Rückkehr-Option (Rollback) Plan für Rückkehr zur alten Lösung bei Problemen Detaillierter Rollback-Plan, Testen von Rollback

Risiko: Datenverlust

Datenmigration ist eine der gefährlichsten Aktivitäten in IT-Projekten. Ein Fehler kann zu totalem Datenverlust führen.

Schutzmaßnahmen: - Vollständige Backups vor Migration - Testmigration mit Testdaten - Hash-Verfahren zur Datenvalidierung - Rollback-Plan vorbereitet und getestet - Experten mit Migrations-Erfahrung einbinden

3.5 Optimierungsprojekte

Definition und Charakteristika

Optimierungsprojekte zielen auf die Verbesserung bestehender Systeme, Prozesse oder IT-Strukturen ab.

Merkmal Beschreibung
Bestandsverbesserung Verbesserung, keine Neuentwicklung
Performance-Fokus Oft Verbesserung der Performance oder Effizienz
Kostenreduktion Ziel ist oft Kostensenkung
Inkrementell Kleine, fokussierte Verbesserungen

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Performance-Optimierung einer Datenbank Beschleunigung von Abfragen, Index-Optimierung
Optimierung IT-Infrastruktur Virtualisierung, Konsolidierung, Cloud-Nutzung
Prozessautomatisierung Automatisierung manueller Prozesse durch Scripting oder RPA
Code-Refactoring Verbesserung der Code-Qualität, Wartbarkeit
UI/UX-Verbesserung Verbesserung der Benutzererfahrung einer Applikation

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Kernsysteme Optimierung kritischer Systeme erfordert besondere Sorgfalt Testumgebungen, Staged Rollout, Backups
Performance-Messung Vorher-Nachher-Messung notwendig Performance-Metrics, Benchmarks
Regressionen Verbesserungen können andere Funktionen brechen Regressive Tests, Testautomatisierung
Priorisierung Was soll optimiert werden? Kritische Pfade, Customer Journey, Bottleneck-Analyse
Nutzung während Optimierung System bleibt im produktiven Einsatz Wartungsfenster, schrittweise Umsetzung

3.6 Sicherheitsprojekte

Definition und Charakteristika

Sicherheitsprojekte fokussieren auf IT-Security, Datenschutz und Compliance.

Merkmal Beschreibung
Regulatorisch Oft durch Gesetze oder Standards (DSGVO, ISO 27001) getrieben
Kritisch Sicherheitslücken können zu massiven Schäden führen
Schutz vs. Usability Konflikt zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit
Eskalations-Risiko Sicherheitsvorfälle haben hohe Aufmerksamkeit

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Aufbau und Einführung ISMS (Information Security Management System) Implementierung nach ISO 27001
DSGVO-Compliance Anpassung von Systemen an Datenschutzvorgaben
Penetrationstests Systematische Suche nach Sicherheitslücken
Implementierung von Multi-Faktor-Authentifizierung Erhöhung der Sicherheit bei der Authentifizierung
Security Awareness Training Schulung der Mitarbeiter zu Sicherheitsthemen

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Balance Sicherheit vs. Usability Sicherheitsmaßnahmen dürfen Usability nicht zu stark einschränken User-Centered Security Design, Usability-Tests
Kontinuierlicher Prozess Security ist kein Projekt, sondern dauerhafter Prozess Security Operations Center (SOC), Monitoring
Mitarbeiter-Awareness Security ist nur so gut wie die Mitarbeiter Schulungen, Phishing-Simulationen, Security Guidelines
Incident Response Schnelle Reaktion auf Sicherheitsvorfälle kritisch Incident Response Plan, regelmäßige Übungen
Compliance-Nachweis Nachweis der Compliance erforderlich Audits, Dokumentation, Zertifizierung

3.7 Digitalisierungsprojekte

Definition und Charakteristika

Digitalisierungsprojekte umfassen Prozessautomatisierung, Cloud-Transformation und KI-Integration.

Merkmal Beschreibung
Innovation Neue Technologien (Cloud, KI, IoT, Blockchain)
Transformation Veränderung von Geschäftsmodellen und Prozessen
Agilität Schnelle Iteration, Lernen aus Feedback
Strategisch Starke strategische Bedeutung für Unternehmen

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Prozessautomatisierung durch RPA (Robotic Process Automation) Automatisierung manueller Prozesse
Cloud-Transformation Migration von On-Premise zur Cloud (SaaS, PaaS, IaaS)
KI-Integration Einsatz von Machine Learning für Analytics oder Automation
Digitalisierung der Kundenkommunikation Chatbots, E-Mail-Automation, Self-Service
IoT-Implementierung Internet of Things, Sensorsysteme

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Technologische Neuheit Neue Technologien sind oft unvertraut POCs, Pilotprojekte, Experten einbinden
Veränderungswiderstand Digitale Transformation erfordert Kulturwandel Change-Management, Kommunikation, Training
Skalierbarkeit Lösungen müssen skalierbar sein Microservices-Architektur, Cloud-Native
Datenschutz und Compliance Neue Datenschutzanforderungen, z.B. bei KI Datenschutz-Folgenabschätzung, Compliance-Check
Skill Gap Fehlende Kompetenzen im Team Upskilling, Recruitment, Partnerschaften

3.8 Forschungs- und Innovationsprojekte

Definition und Charakteristika

Innovationsprojekte zielen auf die Erprobung neuer Technologien oder Konzepte ab.

Merkmal Beschreibung
Hohe Unsicherheit Technische und kommerzielle Unsicherheit
Iterativ Lernen aus Fehlern, schneller Feedback
Fail-fast Schnelle Identifikation von nicht funktionierenden Ansätzen
Explorativ Neuland betreten, kein Blueprint

Beispiele

Beispiel Beschreibung
Einsatz von KI-Algorithmen zur Prozessautomatisierung Machine Learning zur Automatisierung komplexer Entscheidungen
Blockchain für Supply Chain Dezentrale Blockchain-Technologie für Lieferketten
Quantum Computing Proof of Concept Nutzung von Quantum Computing für komplexe Berechnungen
Augmented Reality für Maintenance AR-Brillen für Wartung von Maschinen
Neuronale Netze für Predictive Maintenance Vorhersage von Maschinenausfällen

Spezifische Herausforderungen

Herausforderung Erklärung Maßnahmen
Technische Unsicherheit Unklar, ob Technologie funktioniert Proof of Concept, Prototyping, Forschungspartner
Kommerzielle Unsicherheit Unklar, ob Marktbedarf besteht Marktforschung, MVP, User Testing
Kompetenzen Team hat vielleicht keine Erfahrung mit neuer Technologie Training, Experten-Hiring, Kooperationen
Management-Erwartungen Unrealistische Erwartungen an Innovation Klare Kommunikation, Realistische Erwartungshaltung
Regulatorische Fragen Neue rechtliche Fragen, z.B. bei KI Legal Review, Compliance-Check

4. Qualitätsmanagement in der Realisierung

4.1 Grundlagen

Qualitätsmanagement in IT-Projekten umfasst konstruktive und analytische Maßnahmen, um die Qualitätsziele des Projekts entsprechend der Vereinbarungen zu erreichen.

Zwei Arten von QM-Maßnahmen

  • Konstruktive QM-Maßnahmen: Verhindern, dass Fehler entstehen (z.B. Coding Standards, Reviews, Pair Programming)
  • Analytische QM-Maßnahmen: Erkennen von bereits entstandenen Fehlern (z.B. Tests, Audits)

4.2 Quality Gates

Quality Gates (Milestones mit definierten Qualitätskriterien) stellen sicher, dass bestimmte Qualitätsstandards vor Fortsetzen des Projekts erfüllt sind:

Quality Gate Kriterien
Anforderungen definiert Alle Anforderungen dokumentiert, reviewed und genehmigt
Architektur-Freigabe Architektur dokumentiert, reviewed, genehmigt
Implementierung abgeschlossen Alle Features implementiert, Code-Reviews durchgeführt
Testing abgeschlossen Alle Tests durchgeführt, Test Coverage > 80%
User Acceptance Test bestanden Key User haben Tests bestanden
Go-Live-Freigabe Alle Quality Gates bestanden, Go-Live-Bereitschaft gegeben

4.3 Konstruktive QM-Maßnahmen

Maßnahme Beschreibung Beispiel
Coding Standards Vereinbarte Coding-Richtlinien PEP 8 für Python, Google Java Style Guide
Code Reviews Überprüfung von Code durch Kollegen Peer Reviews, Pull Request Reviews
Pair Programming Zwei Entwickler gemeinsam am Code Pair Programming in kritischen Modulen
Static Analysis Automatische Analyse von Code SonarQube, ESLint, Pylint
Design Reviews Überprüfung von Design-Entscheidungen Architektur-Reviews, Design-Reviews
Document Reviews Überprüfung von Dokumentation Technical Docs, User Docs, API-Docs

4.4 Analytische QM-Maßnahmen

Maßnahme Beschreibung Beispiel
Einheitentests (Unit Tests) Tests einzelner Komponenten JUnit, pytest, Jest
Integrationstests Tests von Komponenten-Integrationen API-Tests, Database-Integration-Tests
Systemtests Tests des Gesamtsystems End-to-End Tests
Performance-Tests Tests von Performance und Skalierbarkeit Load Testing, Stress Testing
Security-Tests Tests auf Sicherheitslücken Penetrationstests, Security Audits
User Acceptance Tests (UAT) Tests durch Endanwender Key User Testing, Beta Testing

5. Testmanagement

5.1 Definition und Ziele

Testmanagement ist ein zentraler Bestandteil des Qualitätsmanagements in IT-Projekten. Es umfasst die Planung, Steuerung, Überwachung und Dokumentation aller Testaktivitäten, um sicherzustellen, dass die realisierte Lösung die definierten Anforderungen erfüllt und fehlerfrei funktioniert.

Primäre Ziele des Testmanagements

Ziel Beschreibung
Fehler frühzeitig erkennen und beheben Kosten für Fehler korrigieren steigen exponentiell mit Projektfortschritt
Qualität der Lösung sicherstellen Erfüllung der Anforderungen und Akzeptanzkriterien
Risiken beim Produktivgang minimieren Vermeidung von Produktivproblemen durch sorgfältige Tests
Abnahme durch Auftraggeber vorbereiten Nachweis der Erfüllung der Anforderungen

Kosten für Fehlerkorrektur

Fehler, die erst in der Produktion entdeckt werden, kosten im Durchschnitt 100x mehr als Fehler, die bereits während der Entwicklung gefunden werden.

5.2 Test-Levels (Teststufen)

graph TD
    A[Unit Tests<br/>Einheitentests] --> B[Integration Tests<br/>Integrationstests]
    B --> C[System Tests<br/>Systemtests]
    C --> D[Acceptance Tests<br/>Abnahmetests]

    style A fill:#e3f2fd
    style B fill:#fff9c4
    style C fill:#ffecb3
    style D fill:#c8e6c9
Test-Level Fokus Verantwortliche Beispiele
Unit Tests Einzelne Komponenten, Funktionen, Klassen Entwickler Testen einzelner Funktionen, Methoden, Klassen
Integration Tests Interaktion zwischen Komponenten Entwickler, Test-Team API-Integration, Datenbank-Integration
System Tests Gesamtsystem, alle Komponenten Test-Team End-to-End Tests, Funktionalität des Gesamtsystems
Acceptance Tests Abnahme durch Anwender Key User, Stakeholder User Acceptance Tests, Beta Testing

5.3 Testplan

Ein Testplan definiert den Umfang, den Ansatz, die Ressourcen und den Zeitrahmen der Testaktivitäten:

Abschnitt Inhalte
Test-Umfang Was wird getestet? Was nicht? (In Scope / Out of Scope)
Test-Strategie Welches Testvorgehen? Welches Test-Level?
Test-Methoden Welche Testmethoden? (Black Box, White Box, Grey Box)
Test-Umgebung Welche Test-Umgebungen? (Dev, Test, Staging, Prod)
Test-Daten Welche Test-Daten? (Synthetisch, Anonymisierte Realdaten)
Test-Ressourcen Wer testet? (Intern, Extern, Automatisierung)
Test-Zeitplan Wann wird getestet? (Testphasen, Meilensteine)
Test-Automatisierung Was wird automatisiert? Welche Tools?
Defect-Management Wie werden Fehler gemeldet und verfolgt?
Test-Bericht Wie werden Testergebnisse dokumentiert?

5.4 Testarten

Testart Fokus Beispiele
Funktionale Tests Erfüllung funktionaler Anforderungen Positive Tests, Negative Tests, Randbedingungen
Nicht-funktionale Tests Nicht-funktionale Anforderungen Performance, Usability, Security, Compatibility
Regressionstests Sicherstellen, dass Änderungen keine neuen Fehler verursachen Automatisierte Regressionstest-Suiten
Smoke Tests Schnelle Tests nach neuen Builds Überprüfung der grundlegenden Funktionalität
Installationstests Testen der Installation und Konfiguration Installation auf Test-Umgebungen
Backup- und Recovery-Tests Testen von Backups und Recovery Wiederherstellung nach Systemausfall

5.5 Defect-Management

Fehler müssen systematisch erfasst, priorisiert, zugewiesen und verfolgt werden:

Defect-Attribute Beispiel
ID BUG-2026-001
Titel Login-Funktion bei Sonderzeichen im Passwort schlägt fehl
Beschreibung Wenn das Passwort Sonderzeichen enthält, schlägt der Login fehl
Schweregrad (Severity) Kritisch, Hoch, Mittel, Niedrig
Priorität (Priority) P0 (Blocker), P1 (Hoch), P2 (Mittel), P3 (Niedrig)
Zuständig Developer John Doe
Status Neu, In Bearbeitung, Gelöst, Bestätigt, Geschlossen
Umgebung Test-Umgebung, Version 1.2.3
Schritte zum Reproduzieren Detaillierte Schritte zur Reproduktion
Erwartetes Verhalten Login erfolgreich auch mit Sonderzeichen
Tatsächliches Verhalten Login schlägt fehl mit Fehler 500

Tipps für gutes Defect-Management

  • Klare Beschreibungen: Defects sollten so beschrieben sein, dass andere sie reproduzieren können
  • Schweregrad vs. Priorität: Severity beschreibt Auswirkung, Priority beschreibt Dringlichkeit
  • Screenshots und Logs: Screenshots und Logs beifügen, wenn möglich
  • Kategorisierung: Defects kategorisieren (Funktional, Performance, UI, etc.)
  • Regression: Prüfen, ob ein Defect eine Regression ist (zuvor funktionierte, jetzt nicht)

6. Rollout: Einführung und Go-Live

Der Rollout einer neuen bzw. geänderten IT-Lösung ist ein entscheidender Schritt bei der Einführung im Unternehmen und muss sorgfältig geplant werden.

Definition Rollout

Rollout ist die systematische Einführung einer neuen oder geänderten IT-Lösung im Unternehmen, nach sorgfältiger Planung und Vorbereitung.

6.1 Planung des Rollouts

Auf Basis der groben Planung muss der verantwortliche Rolloutmanager einen dezidierten Plan operationalisieren, ein Team zusammenstellen, die nötigen Ressourcen zur Umsetzung des Projekts binden, jeden einzelnen Prozess definieren und in den Gesamtablauf einbetten.

Die wichtigsten Aspekte und Strategien, die bei einem Rollout von Standardsoftware berücksichtigt werden sollten sind:

Phase Aktivitäten Verantwortlicher
Planung von Rollout Auswählen der Umstellungsstrategie, Erstellen eines detaillierten Rollout-Plans, Identifizieren potenzieller Risiken Rolloutmanager, Projektleiter
Schulung und Kommunikation Schulung der Mitarbeiter und Enduser, Kontinuierliche Unterstützung während des Rollouts, Offene Kommunikation über den Fortschritt Trainer, Key User, Kommunikations-Team
Überwachung und Anpassung Kontinuierliche Überwachung des Rollouts, Ggf. Anpassung der Strategie und der Aktivitäten Rolloutmanager, Monitoring-Team

6.2 Einführungsstrategien

Je nach der vereinbarten Umstellungsstrategie stehen für die Einführung verschiedene Optionen zur Auswahl.

Nächstes Kapitel

Die verschiedenen Einführungsstrategien (Big Bang, Pilotierung, Sukzessive Einführung, Paralleleinführung, Sandbox) werden ausführlich in Kapitel 4 behandelt.

7. Zusammenfassung

7.1 Kernpunkte des Kapitels

  1. Umsetzungsphase - Die Phase, in der Lieferobjekte erstellt werden
  2. Koordination - Abstimmung aller Aktivitäten, Ressourcen und Teams
  3. IT-Projekttypen - Unterschiedliche Projekttypen haben unterschiedliche Herausforderungen
  4. Qualitätsmanagement - Konstruktive und analytische Maßnahmen zur Qualitätssicherung
  5. Testmanagement - Planung, Steuerung, Überwachung und Dokumentation von Tests
  6. Rollout - Sorgfältige Planung der Einführung ist entscheidend für den Erfolg

7.2 Entscheidungsmatrix für Projekttypen

Faktor Entwicklungsprojekt Einführungsprojekt Migrationsprojekt
Neuartigkeit Hoch Gering bis Mittel Gering
Technische Komplexität Hoch Mittel Mittel
Organisatorische Komplexität Mittel Hoch Gering bis Mittel
Unsicherheit Hoch Mittel Mittel
Kritikalität Mittel Hoch Sehr hoch
Primäre Herausforderung Technische Risiken, Anforderungen Akzeptanz, Prozesse, Daten Datenintegrität, Ausfallzeit

8. Schlüsselbegriffe

Begriff Definition
Umsetzungsphase Phase, in der die eigentlichen Projektarbeiten durchgeführt und Lieferobjekte erstellt werden
Entwicklungsprojekte Projekte zur Erstellung neuer Systeme, Software oder IT-Infrastrukturen
Einführungsprojekte Projekte zur Einführung vorhandener Standardsoftware-Lösungen
Migrationsprojekte Projekte zur Überführung von Daten oder Systemen auf neue Plattformen
Optimierungsprojekte Projekte zur Verbesserung bestehender Systeme oder Prozesse
Sicherheitsprojekte Projekte zur Verbesserung von IT-Security, Datenschutz und Compliance
Digitalisierungsprojekte Projekte zur Prozessautomatisierung, Cloud-Transformation und KI-Integration
Innovationsprojekte Projekte zur Erprobung neuer Technologien oder Konzepte
Qualitätsmanagement Konstruktive und analytische Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Testmanagement Planung, Steuerung, Überwachung und Dokumentation aller Testaktivitäten
Unit Tests Tests einzelner Komponenten, Funktionen, Klassen
Integration Tests Tests der Interaktion zwischen Komponenten
System Tests Tests des Gesamtsystems
Acceptance Tests Abnahmetests durch Endanwender
Rollout Systematische Einführung einer neuen IT-Lösung im Unternehmen
Defect Software-Fehler oder Bug
Quality Gate Meilenstein mit definierten Qualitätskriterien
Scope Creep Unkontrolliertes Anwachsen des Projektumfangs

9. Verständnisfragen

Frage 1: Projekttyp-Auswahl

Ein Unternehmen plant die Digitalisierung seiner Kundenkommunikation. Folgende Optionen werden diskutiert: (a) Entwicklung einer eigenen App, (b) Einführung einer Standard-Software für CRM, (c) Prozessautomatisierung durch RPA.

a) Welcher Projekttyp entspricht welcher Option? b) Welche Option wäre die kostengünstigste? Welche die innovativste? c) Welche Faktoren sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden?

Lösung: a) Projekttypen: - (a) Entwicklung einer eigenen App → Entwicklungsprojekt - (b) Einführung einer Standard-Software für CRM → Einführungsprojekt - (c) Prozessautomatisierung durch RPA → Digitalisierungsprojekt (Optimierungsprojekt)

b) Kostengünstigste: Option (b) Einführung einer Standard-Software, da Standardsoftware meist günstiger als maßgeschneiderte Entwicklung Innovativste: Option (a) Entwicklung einer eigenen App, da sie größtmögliche Flexibilität und Innovationspotenzial bietet

c) Entscheidungsfaktoren: - Budget: Wie hoch ist das Budget? - Zeitrahmen: Wie schnell muss die Lösung implementiert werden? - Komplexität: Wie komplex sind die Anforderungen? - Differenzierung: Braucht das Unternehmen eine differenzierende Lösung? - Wartung: Welche Wartungs- und Betriebskosten? - Skills: Welche Kompetenzen gibt es im Team? - Skalierbarkeit: Muss die Lösung skalierbar sein? - Integration: Wie wichtig ist Integration mit bestehenden Systemen?

Frage 2: Qualitätssicherung

Ein Entwicklungsteam hat eine neue Funktion implementiert. Der Projektleiter möchte sicherstellen, dass die Qualität hoch ist, bevor die Funktion in die Produktion geht.

a) Welche konstruktiven QM-Maßnahmen sollten vor der Implementierung durchgeführt werden? b) Welche analytischen QM-Maßnahmen sollten nach der Implementierung durchgeführt werden? c) In welcher Reihenfolge sollten die Test-Level durchgeführt werden?

Lösung: a) Konstruktive QM-Maßnahmen (bevor Fehler entstehen): - Coding Standards definieren und einhalten - Code Reviews durchführen (Peer Reviews) - Pair Programming bei kritischen Modulen - Design Reviews vor Implementierung - Static Analysis automatisieren (z.B. SonarQube) - Dokumentation vor oder parallel zur Implementierung erstellen

b) Analytische QM-Maßnahmen (nach der Implementierung): - Unit Tests: Tests der einzelnen Funktionen und Klassen - Integration Tests: Tests der Interaktion zwischen Komponenten - System Tests: Tests des Gesamtsystems - Performance Tests: Tests von Performance und Skalierbarkeit - Security Tests: Penetrationstests, Security Audits - User Acceptance Tests: Tests durch Endanwender

c) Reihenfolge der Test-Level: 1. Unit Tests: Zuerst Tests einzelner Komponenten (schnell, lokal) 2. Integration Tests: Danach Tests der Integration (Integrationstest-Umgebung) 3. System Tests: Danach Tests des Gesamtsystems (Systemtest-Umgebung) 4. Acceptance Tests: Zuletzt Abnahmetests durch Anwender (Staging-Umgebung)

Begründung: Unit Tests sind am schnellsten und finden Fehler früh. Integration Tests prüfen Interaktionen. System Tests prüfen das Gesamtsystem. Acceptance Tests sind die letzte Hürde vor Go-Live.

Frage 3: Defect-Management

Ein Tester findet einen kritischen Fehler: Beim Login mit einem Passwort, das das Sonderzeichen "&" enthält, schlägt die Anmeldung fehl (Error 500). Der Login ohne Sonderzeichen funktioniert problemlos.

Erstellen Sie einen Defect-Eintrag für das Bug-Tracking-System mit allen relevanten Attributen.

Lösung:

Defect-Eintrag:

Attribut Wert
ID BUG-2026-0042
Titel Login-Funktion schlägt fehl bei Sonderzeichen "&" im Passwort

| Beschreibung | Wenn ein Benutzer versucht, sich mit einem Passwort einzuloggen, das das Sonderzeichen "&" enthält, schlägt die Anmeldung fehl. Fehler 500 wird zurückgegeben. Der Login ohne Sonderzeichen funktioniert problemlos. | | Schweregrad (Severity) | Hoch (Benutzer können sich nicht einloggen) | | Priorität (Priority) | P1 (Hoch, kritische Funktionalität betroffen) | | Zuständig | Backend-Team / Authentifizierungs-Modul | | Status | Neu | | Umgebung | Test-Umgebung, Version 2.1.0 | | Schritte zum Reproduzieren | 1. Öffne Login-Seite
2. Gib gültigen Benutzernamen ein
3. Gib Passwort mit Sonderzeichen "&" ein (z.B. "Pass&wort123")
4. Klicke auf "Login"
5. Beobachte Error 500 | | Erwartetes Verhalten | Login ist erfolgreich, Benutzer wird eingeloggt | | Tatsächliches Verhalten | Login schlägt fehl mit Fehler 500 (Internal Server Error) | | Screenshots/Logs | [Screenshot der Fehlerseite] [Server-Log-Auszug mit Stacktrace] | | Kategorie | Funktional / Backend / Authentifizierung | | Hinweise | Problem tritt konsequent auf, nicht sporadisch. Backend-Stacktrace zeigt Ausnahme bei SQL-Injection-Prüfung (Escape-Problem). |


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