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02. Methoden - IT-Beratungsprozess und Prozessmanagement

Der IT-Beratungsprozess

Prozessübersicht

Der IT-Beratungsprozess stellt sicher, dass sowohl die geschäftlichen Aspekte (Angebot, Vertrag, Konditionen) als auch die technischen Komponenten der IT-Beratung professionell gehandhabt werden. Die sorgfältige Durchführung jeder Phase bildet die Grundlage für erfolgreiche IT-Projekte und langfristige Kundenbeziehungen.

Wichtige Prinzipien: - Enge Zusammenarbeit mit dem Kunden - Klare Kommunikation - Flexibler Ansatz, um auf Änderungen reagieren zu können

Der Prozessablauf kann je nach Projekt und Kunde variieren, bietet aber einen guten Überblick über die typischen Phasen einer IT-Beratung.

Phase 1: Kundenakquise und Erstkontakt

Eine erfolgreiche Kundenakquise beginnt mit einer sorgfältigen Vorbereitung und einer passenden Ansprache des potenziellen Kunden. In der Regel erfolgt diese Aktivität unter Einbeziehung der Mitarbeiter aus dem Vertrieb.

Wesentliche Aktivitäten: - Identifizieren potenzieller Kunden (Lead Generation) - Initialer Kontakt über verschiedene Kanäle (Netzwerke, Messen, Empfehlungen) - Erstes unverbindliches Gespräch zum Kennenlernen

Ziele: - Aufmerksamkeit des potenziellen Kunden gewinnen - Erstes Vertrauen aufbauen - Bedarfsfortschritt eruieren

Phase 2: Verständnis der Kundenbedürfnisse (Bedarfsanalyse)

Es müssen Informationen über die Geschäftstätigkeit des Kunden, die IT-Umgebung und die Ziele gesammelt werden, um ein klares Verständnis der Kundenbedürfnisse zu entwickeln.

Wesentliche Aktivitäten: - Detaillierte Erfassung der Kundenbedürfnisse und Erwartungen - Identifizieren der grundlegenden Herausforderungen und Ziele - Feststellung des groben Rahmenparameter für Leistungsumfang, Zeit und Budget

Methoden: - Interviews mit Schlüsselpersonen - Workshops mit Stakeholdern - Dokumentenanalyse (Bestandsdokumente, Strategiepapiere) - System- und Umgebungsanalyse

Ergebnisse: - Detailliertes Lastenheft - Klar definierte Anforderungen - Erste Schätzungen zu Aufwand und Kosten

Phase 3: Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten

Bereiche identifizieren, in denen Verbesserungen möglich sind. Basierend auf den gesammelten Informationen können Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz, Reduzierung von Kosten und Verbesserung der Leistung identifiziert werden.

Wesentliche Aktivitäten: - Ist-Analyse der aktuellen Situation - Grobe Konzeptentwicklung - Potenzialabschätzung für Optimierungen

Analyse-Methoden: - Gap-Analyse (Ist vs. Soll) - Benchmarking mit Branchenbesten - Kosten-Nutzen-Analyse - ROI-Betrachtung

Ergebnisse: - Identifizierte Optimierungspotenziale - Priorisierte Maßnahmen - Erste Lösungsskizzen

Phase 4: Angebotserstellung und Vertragsabschluss

Die Angebotserstellung ist die Brücke zwischen Kundenbedarfsermittlung und dem Vertragsabschluss. In dieser Phase werden die zuvor ermittelten Anforderungen in ein konkretes Angebot übersetzt.

Wesentliche Aktivitäten:

Angebotsdefinition: - Definierung des genauen Leistungsumfangs (Scope) - Detaillierte Kostenkalkulation für Hardware, Software und Dienstleistungen - Festlegung des groben zeitlichen Rahmens - Erarbeitung von Erfolgskriterien und KPIs

Angebotserstellung: - Ausgangssituation und Zielsetzung - Detaillierter Leistungsbeschreibung - Preisstruktur und Zahlungsbedingungen - Abgrenzungen und Voraussetzungen - Gültigkeitsdauer des Angebots

Angebotspräsentation: - Erläuterung der vorgeschlagenen Lösung und des Wertes für den Kunden - ggf. Optimierung des Angebotes basierend auf Kundenfeedback

Vertragsverhandlung und -abschluss: - Finalisierung der Vertragsdetails und kommerziellen Bedingungen - Klärung rechtlicher Aspekte (Haftung, Gewährleistung, Datenschutz)

Ziel: Transparentes Angebot, das klare Erwartungen an beide Parteien definiert.

Phase 5: Entwicklung einer Lösung

Entwickeln eines Plans, der die Schritte zur Umsetzung der Lösung, einschließlich Zeitplan, Ressourcen und Kosten, umreißt. Der Plan muss auf die spezifischen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sein und mit den übergeordneten Geschäftszielen übereinstimmen.

Wesentliche Aktivitäten: - Konkretisierung des Projektplans basierend auf dem Vertrag - Einrichtung von Kommunikationsstrukturen und Reporting - Ressourcenplanung und Allokation

Ergebnisse: - Detaillierter Projektplan - Meilensteinplan - Kommunikationsplan - Risikoanalyse

Phase 6: Umsetzung der Lösung

Bei der Umsetzung der Lösung muss der IT-Berater eng mit dem Team des Kunden zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und Störungen im Betrieb des Kunden zu minimieren.

Wesentliche Aktivitäten: - Durchführung der vereinbarten Leistungen - Regelmäßige Statusmeetings und Fortschrittsberichte - Kontinuierliches Risikomanagement - Steuerung von Änderungsanfragen (Change Requests)

Kritische Erfolgsfaktoren: - Transparente Kommunikation - Proaktives Change Management - Regelmäßige Qualitätssicherung

Phase 7: Testen und Validieren

Gründliche Tests durchführen, um sicherzustellen, dass die Lösung den Bedürfnissen des Kunden entspricht und identifizierte Probleme angeht. Dies kann das Testen einzelner Komponenten der Lösung sowie der Lösung als Ganzes umfassen.

Wesentliche Aktivitäten: - Durchführung von Tests gemäß vereinbarter Testverfahren - Dokumentation der Testergebnisse - Behebung identifizierter Probleme - Abnahme durch den Kunden

Testarten: - Funktionale Tests - Integrationstests - Systemtests - User Acceptance Tests (UAT) - Performance-Tests

Phase 8: Go-Live und Übergabe

Wesentliche Aktivitäten: - Produktivsetzung der implementierten Lösung - Schulung der Anwender - Erstellung und Übergabe der Dokumentation - Formelle Abnahme des Gesamtprojekts

Wichtige Aspekte: - Ausführliches Rollout-Konzept - Kontingenzplanung für Notfälle - Wissenstransfer an das Kundenteam - Übergabe von Verantwortlichkeiten

Phase 9: Nachbetreuung und Support

Ein Plan für die laufende Wartung und Unterstützung entwickeln, um sicherzustellen, dass die Lösung weiterhin den Bedürfnissen des Kunden entspricht.

Wesentliche Aktivitäten: - Unterstützung in der Stabilisierungsphase - Erfassung und Lösung auftretender Probleme - Evaluierung der Projektergebnisse gegen die definierten Ziele und ggf. Nachsteuerung

Support-Modelle: - First Level Support (Frontline) - Second Level Support (Spezialisten) - Third Level Support (Experten)

Phase 10: Verbesserung der implementierten Lösung und Folgeprojekte

Wesentliche Aktivitäten: - Regelmäßige Überprüfung der implementierten Lösung - Identifizieren weiterer Optimierungspotentiale - Beratung zu neuen Technologien und Trends - Entwicklung der Kundenbeziehung zu einer langfristigen Partnerschaft

Langfristige Beziehung: - Regelmäßige Statusmeetings - Business Reviews - Strategische Beratung - Identifikation neuer Projektbedarfe

Phase 11: Kontinuierliche Verbesserung IT-Beratungsprozess

Die kontinuierliche Verbesserung im IT-Beratungsprozess ist ein fortlaufender Zyklus, der darauf abzielt, die Qualität und Effizienz der IT-Beratung kontinuierlich zu steigern.

Ansatz: - Identifizierung von Verbesserungspotenzialen - Analyse von Daten - Umsetzung von Maßnahmen - Bewertung der Ergebnisse

Aspekte: - Prozessbewertung Extern: Wirkung auf den Kunden inkl. Bewertung und Optimierung von Kundenbeziehungen - Prozessbewertung Intern: Ablauf intern und Prozessoptimierung

Zu berücksichtigende Aspekte: - Kundenzufriedenheit - Effizienzsteigerung - Innovationsförderung - Wettbewerbsvorteil

Qualitätsmanagement und Kennzahlen

Qualitätsmerkmale des Beratungsprozesses

Die Qualitätsmerkmale eines Beratungsprozesses sind vielfältig und umfassen sowohl die fachlichen Kompetenzen des Beraters als auch die Qualität der Beratung selbst.

Ein guter Beratungsprozess zeichnet sich durch: - Transparenz - Offenheit - Partizipation - Lösungsorientierte Herangehensweise

Kennzahlen zur Festlegung von Qualitätsmerkmalen

Für eine wirksame Qualitätssteuerung ist ein kontinuierliches Monitoring der definierten Kennzahlen unerlässlich.

Kundenbezogene Kennzahlen

Kennzahl Beschreibung Messung
Kundenzufriedenheit (CSAT) Direkte Bewertung der Beratungsleistung Umfragen, Feedback-Bögen
Net Promoter Score (NPS) Weiterempfehlungsrate durch Kunden "Würden Sie uns weiterempfehlen?"
Kundenbindungsrate Anteil an Folgeprojekten oder verlängerten Engagements Follow-up Analysen
Eskalationsrate Anzahl und Schwere von Kundenreklamationen Ticket-System, Beschwerdemanagement
Time-to-Value Zeit bis zur Realisierung messbarer Vorteile für den Kunden ROI-Messung über Zeit

Prozessbezogene Kennzahlen

Kennzahl Beschreibung Messung
Termintreue Einhaltung vereinbarter Meilensteine und Deadlines Projektaufzeichnungen
Budgettreue Abweichung vom geplanten Budget Finanztracking
Anforderungserfüllungsgrad Prozentsatz erfüllter Kundenanforderungen Requirements-Traceability
Change-Request-Quote Anzahl und Umfang nachträglicher Änderungen Change-Log
Dokumentationsqualität Vollständigkeit und Nutzbarkeit erstellter Dokumentation Peer Reviews, Kundenfeedback
Methodeneinhaltung Grad der Einhaltung definierter Beratungsmethoden Prozessaudits

Ergebnisbezogene Kennzahlen

Kennzahl Beschreibung Messung
Fehlerquote in Deliverables Qualität der Arbeitsergebnisse Testing, Reviews
First-Time-Right-Rate Anteil ohne Nachbesserung akzeptierter Leistungen Aknahmeprozess
Nacharbeitsquote Umfang notwendiger Korrekturen und Anpassungen Bug-Tracking
Implementierungserfolg Erfolgsrate bei Umsetzung von Empfehlungen Post-Implementation Reviews
Zielerreichungsgrad Erreichung der definierten Projektziele Projektabschlussanalyse

Ressourcenbezogene Kennzahlen

Kennzahl Beschreibung Messung
Beraterauslastung Effektive Nutzung von Beratungskapazitäten Zeiterfassung
Kompetenzabdeckung Passung zwischen Projektanforderungen und Beraterprofilen Skill-Matrix
Wissenstransfereffektivität Erfolgreiche Weitergabe von Know-how an Kunden Trainings-Evaluierung
Teameffektivität Qualität der Zusammenarbeit im Beratungsteam Team-Feedback, 360°-Reviews

Wirtschaftliche Kennzahlen

Kennzahl Beschreibung Messung
ROI der Beratungsleistung Messbare Wertschöpfung für den Kunden Kosten-Nutzen-Analyse
Beratungswertschöpfung Verhältnis zwischen Beratungskosten und erzieltem Nutzen ROI-Berechnung
Effizienzsteigerung Messbare Verbesserungen in Kundenprozessen Prozessmetriken vor/nach

Implementierungsempfehlungen

1. Kontinuierliches Monitoring - Standardisierte Dashboards für alle Stakeholder - Operative Echtzeitdaten und historische Entwicklungen - Frühzeitige Trenderkennung

2. Automatisierte Datenerfassung - Wo immer möglich automatisieren - Administriativen Aufwand minimieren - Verlässlichkeit der Daten erhöhen - Nutzung von Projekt- und CRM-Systemen

3. Ausgewogene Mischung - Quantitative Kennzahlen (Termintreue, Budgeteinhaltung) - Qualitative Aspekte (Kundenzufriedenheit, Lösungskreativität) - Strukturierte Feedbackprozesse, Interviews, Bewertungsbögen

4. Qualitative Aspekte operationalisieren - Vergleichbar und nachvollziehbar machen - Aussagekraft bewahren - Qualitative Elemente in Kennzahlen übersetzen

5. Einbindung in Qualitätsmanagementprozesse - Kennzahlen in bestehende Prozesse einbetten - Regelmäßige Reviews und Optimierung

Prozessanalyse

Definition

Die Prozessanalyse im Kundenmanagement bezeichnet die systematische Untersuchung und Bewertung aller Abläufe und Aktivitäten, die in der Interaktion mit Kunden stattfinden. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Prozessmanagements und zielt darauf ab, Kundenprozesse effizienter, effektiver und kundenorientierter zu gestalten.

Bestandteile einer Prozessanalyse

1. Zieldefinition

Was soll analysiert werden? - Alle Bereiche oder Teilbereiche (z. B. Neukundengewinnung, Beschwerdemanagement, Kundenbindung)

Ziele: - Verbesserung der Kundenkommunikation - Reduktion von Reaktionszeiten - Optimierung von Abläufen im CRM-System

2. Prozesserfassung

Bei der Prozessaufnahme wird zu jedem Prozess ermittelt, mit welchen Prozessschritten das Prozessergebnis erarbeitet wird.

Informationssammlung: - Ablauf - Beteiligte Personen - Eingesetzte Ressourcen - Prozessspezifische IT-Unterstützung (Hardware, Softwarelösungen)

Erhebungsmethoden: - Interviews - Workshops - Fragebogen - Arbeitsplatzanalyse (Beobachtung)

Dokumentation: - Gesamtsichtweise als Prozess-Landkarte - Einzelprozess-Darstellung: - Flussdiagramme - Swimlane-Diagramme - BPMN-Modelle - eEPK-Modelle

3. Kennzahlenanalyse (KPIs)

Typische KPIs für Kundenmanagement:

KPI Bedeutung
Antwortzeit auf Kundenanfragen Reaktionsfähigkeit
Kundenzufriedenheit (z. B. NPS, CSAT) Qualität des Service
Conversion Rate von Leads zu Kunden Akquise-Effizienz
Wiederkaufrate / Kundenbindung Kundenloyalität
Anzahl und Bearbeitungsdauer von Beschwerden Servicequalität

4. Schwachstellenanalyse

Typische Probleme: - Medienbrüche (z. B. Wechsel zwischen E-Mail und Telefon) - Lange Reaktionszeiten - Unklare Zuständigkeiten - Fehlende CRM-Datenpflege - Mangelnde Personalisierung

Analysemethoden: - Prozess-Mapping - Engpass-Analyse - Bottleneck-Identifikation

5. Ursachenanalyse

Analyse-Tools: - Ishikawa-Diagramm (Fischgräten-Diagramm): Ursache-Wirkungs-Analyse - 5-Why-Methode: Fünfmal "Warum?" stellen bis zur Wurzelursache - Process-Mining: Datenbasierte Prozessanalyse - KI-Tools: Automatische Mustererkennung in Prozessdaten

Zusätzlich: - Interviews mit Mitarbeitenden im Kundenservice oder Vertrieb - Vor-Ort-Beobachtungen

6. Optimierungsvorschläge

Welche Änderungen könnten den Prozess verbessern? - Entwicklung von Soll-Prozessen oder alternativen Abläufen - Berücksichtigung der Schwachstellen- und Ursachen-Analyse

Typische Maßnahmen: - Automatisierung von Routineprozessen (z. B. Autoantworten, Follow-ups) - Integration aller Kanäle in ein zentrales CRM-System - Schulung von Mitarbeitenden - Einführung von Self-Service-Angeboten (FAQs, Chatbots)

7. Maßnahmenplan

Inhalt: - Konkrete Maßnahmen zur Prozessverbesserung - Verantwortlichkeiten - Zeitrahmen - Ressourcenplanung

Fragen: - Welche Ressourcen sind erforderlich? - Wer macht was bis wann? - Wie wird der Erfolg gemessen?

8. Dokumentation und Kommunikation

Aufgaben: - Verständliche Darstellung der Ergebnisse - Abstimmung mit Stakeholdern - Vorbereitung zur Umsetzung (bspw. im Rahmen eines Projekts) der vereinbarten Maßnahmen

Ziel: Konsens über Maßnahmen und Umsetzungsbereitschaft sicherstellen

Prozess-Visualisierung

Definition

Prozess-Visualisierung ist die grafische Darstellung von Arbeitsabläufen, Geschäftsprozessen oder anderen sequentiellen Vorgängen eines Unternehmens oder einer Organisation, um diese verständlicher und transparenter zu machen.

Prozesslandkarte

Eine Prozesslandkarte ist eine grafische Darstellung der wesentlichen Prozesse eines Betriebs. Sie hat die Aufgabe, die Zusammenhänge und Schnittstellen zwischen den wesentlichen Prozessen übersichtlich in einem Diagramm darzustellen.

Wichtig für Zertifizierungen: - ISO 9001 (Qualitätsmanagement) - ISO 50001 (Energiemanagement) - ISO 14001 (Umweltmanagementsystem)

Aufgaben einer Prozesslandkarte: - Übersicht über alle Prozesse - Identifikation von Schnittstellen - Darstellung der Hierarchie - Unterstützung des Prozessmanagements

Modellierung von Prozessen

Es gibt verschiedene Methoden und Notationen zur Modellierung von Geschäftsprozessen:

1. BPMN (Business Process Model and Notation)

Eine standardisierte Notation zur Darstellung komplexer Prozesse mit Ereignissen, Aufgaben und Entscheidungen.

Vorteile: - Internationaler Standard - Breite Akzeptanz - Umfangreiche Symbolbibliothek - Präzise Semantik

Elemente: - Ereignisse (Events) - Aktivitäten (Activities) - Gateways (Entscheidungspunkte) - Flüsse (Sequence Flows) - Swimlanes (Zuständigkeiten)

2. Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK)

Visualisiert Prozesse als Kettengraphen aus Ereignissen und Funktionen.

Elemente: - Ereignisse (was löst etwas aus?) - Funktionen (was wird getan?) - Verknüpfungsoperatoren (AND, OR, XOR) - Konnektoren

Eigenschaft: - Ereignis-orientiert - Klar definierte Start- und Endpunkte

3. Flussdiagramme

Eine einfache Methode zur Darstellung von Prozessschritten mit grafischen Symbolen und Pfeilen.

Symbole: - Rechtecke: Prozessschritte - Rhomben: Entscheidungen - Rauten: Start/Ende - Pfeile: Ablaufrichtung

Anwendung: - Einfach zu verstehen - Geeignet für Übersichten - Oft für nicht-technisches Publikum

4. UML (Unified Modeling Language)

Ursprünglich für Softwaremodellierung entwickelt, wird es auch für Geschäftsprozesse verwendet.

Diagrammtypen: - Use Case Diagramme (Akteurs- und Anwendungsfälle) - Aktivitätsdiagramme (Abläufe) - Sequenzdiagramme (Zeitliche Abläufe) - Zustandsdiagramme (Zustandsübergänge)

Auswahl der geeigneten Methode

Die Wahl der Modellierungsmethode hängt vom Ziel ab:

Ziel Empfohlene Methode
Standardisierte, detaillierte Prozesse BPMN
Ereignis-orientierte Betrachtung EPK
Einfache Übersicht für Management Flussdiagramm
Integrierte IT-Systeme UML-Aktivitätsdiagramme
Zuständigkeiten verdeutlichen BPMN mit Swimlanes

Zusammenfassung

Die Methoden dieses Moduls ermöglichen eine strukturierte und professionelle Durchführung von IT-Beratungsprojekten:

  1. Der IT-Beratungsprozess bietet einen klaren Rahmen von der Akquise bis zur Nachbetreuung
  2. Qualitätskennzahlen machen den Beratungserfolg messbar und steuerbar
  3. Prozessanalyse ermöglicht systematische Optimierung
  4. Prozessvisualisierung schafft Transparenz und Verständnis

Im nächsten Abschnitt Praxis werden diese Methoden auf reale Szenarien angewandt und aktuelle Herausforderungen diskutiert.